Sporteffekte für Herz und Gefäße

Der Ökonomieffekt- Senkung des Energie- und Sauerstoffverbrauchs und Stärkung der Leistungsreserven

Durch Umstimmung des Vegetativums als wesentlicher Trainingsfolge kommt es u.a. zu einer Herzfrequenzsenkung und damit zu einem niedrigeren Sauerstoffverbrauch in Ruhe und bei Belastung.

Das Herzschlagvolumen nimmt zu. Die Leistungsreserven werden gesteigert - bei Leistungssportlern aber auch bei schwachen geschädigten Herzpatienten.

Der Defensiveffekt - Stärkung des Immunsystems und Korrektur des Atherosklerose-Risikoprofils

Das Immunsystem wird vielfältig aktiviert, damit auch die Abwehr von Infekten (und auch bestimmter Tumorarten). Und die der Atherosklerose zu Grunde liegende atherosklerotische Entzündung der Gefäßinnenhaut (des Endothels) gehemmt.  (hs-CRP gesenkt).

Und viel mehr: Durch Erhöhung des  guten Cholesterins  HDL ( * ) wird  der Schutz der Gefäße vor Einlagerung des schlechten Cholesterins LDL entscheidend verbessert. (Über einen zu niedrigen Schutzfaktor HDL vermittelt sich bei vielen erblich vorbelasteten Menschen das Infarktrisiko)

Die Weiterentwicklung einer gestörten Glukosetoleranz (unzureichende Fähigkeit, Blutzucker bei erhöhtem Angebot in die Zellen aufzunehmen) zu einem manifesten Diabetes mellitus kann bei den meisten Betroffen durch Sport und verbesserte Ernährung verhindert werden. (Gefährdet sind  entsprechend genetisch veranlagte (Familienanamnese)  und durch  Zivilisationsnebenwirkungen wie Bewegungsmangel und Übergewicht belastete Mitmenschen). Kurz: Vermeidung von Diabetes (s.z.B. 58% erfolgreiche Prävention nach 4 Jahren/Finnische Diabetes Präventionsstudie, 2001)( I*)

Der Blutdruck wird gesenkt. Der Medikamentenbedarf auch.

Der Dilatationseffekt -Erweiterung der Gefäße durch das natürliche Stickoxyd (NO)

Sport führt zu einer  Korrektur der sogenannten endothelialen Dysfunktion und über  eine verstärkte Wirkung von Scherkräften auf die Gefäßwand zu einer vermehrten NO-Freisetzung und damit zu einer natürliche Erweiterung der Gefäße, einer Verbesserung der Durchblutung z.B. des Herzmuskels und damit Vermeidung von Angina pectoris. ( * )

Der Stammzelleffekt- Gefäßneubildung und -reparatur durch vermehrte Bildung entsprechender Vorläuferzellen im Knochenmark

Der Beweis wurde bei Gefäßkranken erbracht. Nach mehrmals täglichem Training kam es zu einer Verdreifachung  der Gefäßwandvorläuferzellen ("endotheliale Progenitorzellen") im Knochenmark. ( * )

u.a.

 

 

 

 

Aktuelles aus der sportkardiologischen Wissenschaft kompakt als Link (bitte unten auf den roten Titel klicken):

Pressemitteilung Abdruck frei nur mit Quellenhinweis: Pressetext DGK 04/2007

PK am 12. April 2007, 13 Uhr; 73. Jahrestagung der DGK; Mannheim

( * )Sport als Medizin gegen Herzinfarkt und Diabetes –

Training repariert kranke Gefäße

 

Provokant erfolgreich:

Sport statt Stent

(rote Zeile anklicken, bei stabiler KHK/koronarer Herzkrankheit kann Training besser sein als ein Gefäßeingriff mit Stent,Uni Leipzig 2006)

 

 

Kardiologe in Essen